| Kulturpreis Frankenbund |
| "Apfelweibla" hilft Denkmälern |
| von Roland Mayer |
| Haßfurt - Der Kulturpreis 2006 des Frankenbundes wurde an das Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg für das Projekt Apfelweibla verliehen. Den Preis, dotiert mit 1500 Euro, nahmen Schülervertreter und die verantwortlichen Lehrkräfte Brigitte Furthmüller, Anette Glück-Schmidt und Johannes Otto Först bei der Tagung des Frankenbundes am Samstag in Haßfurt entgegen. |
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| Große Leistung gewürdigt: Die Bundesvorsitzenden Heribert Haas und Dr. Paul Beinhofer (von links) verliehen den Kulturpreis für das Projekt "Apfelweibla" stellvertretend an Brigitte Furthmüller, Johannes Otto Först, Annette Glück-Schmidt und die Schülervertreter des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums Bamberg |
| Dr. Karin Dengler-Schreiber, Stadtheimatpflegerin von Bamberg, hielt die Laudatio. Die Schüler Janet Giehl, Jonas Seeberger, Isabel Winkelmann, Felicitas Schreiber und Sabrina Weigand stellten das Projekt vor. |
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| Links: Der Bundesvorsitzende Dr. Paul Beinhofer bei der Begrüßung der Festgäste - Rechts: Die Bamberger Stadtheimatpflegerin Dr. Karin Dengler-Schreiber bei ihrer Laudatio |
| Vorsitzender Dr. Paul Beinhofer hob hervor, dass die Unterstützung der Kulturarbeit ein wichtiges Thema für den Frankenbund sei. Das Projekt Apfelweibla laufe seit mehreren Jahren. Neben der konkreten Beschäftigung mit Denkmälern der Stadt Bamberg und mit alten Schriften nähmen Denkmalpatenschaften einen breiten Raum ein, sagte der unterfränkische Regierungspräsident. |
| Das Projekt trägt den aussagekräftigen Namen Der Stein beginnt zu reden, wird aber oft nach seinem Internetauftritt Apfelweibla benannt. Die verantwortlichen Lehrkräfte, so Dr. Karin Dengler-Schreiber, hielten das Projekt am Laufen und entwickelten immer neue Ideen. |
| Im Jahr 2001 hatte Heide Ibach die Initialzündung für das Kernstück des Projekts, die Denkmalpatenschaften, gegeben und begleitet das Projekt im Namen der Ibach-Denkmal-Stiftung ständig ideenreich, wie Dr. Dengler-Schreiber betonte. Es handle sich bei dem Projekt um die Idee, eine Stadt unter verschiedenen Aspekten als Geschichtsbuch zu benutzen. |
| Im Rahmen der Denkmalpatenschaften versuchten Schüler, ein gefährdetes, vom Verfall bedrohtes Denkmal zu retten. Parallel zu den Patenschaften seien zwei Internetprojekte entstanden, die das Weltkulturerbe Bamberg vorstellen. Das gesamte Projekt wirke inzwischen weit über Bamberg hinaus, bekomme in den Medien große Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung von verschiedenen Seiten. Eine bessere Form von Heimat- und Kulturpflege im Sinne des Frankenbundes könne es gar nicht geben, lobte Dr. Dengler-Schreiber. Junge Menschen würden für dieses fundamentale Thema begeistert, die dann wieder als Vermittler wirken. |
| Mit einer Powerpoint-Präsentation stellten Schüler das Projekt vor. Es begann mit der Rotenhan-Marter, einem 500 Jahre alten Bildstock in Bamberg, der restauriert und konserviert wurde. Intensiv hatten sie sich mit Inhalt und Geschichte des Marterls auseinandergesetzt. Ab 2002 hat man sich den spätgotischen Kreuzweg nach St. Getreu in Bamberg vorgenommen, und das barocke Kaiserportal von St. Michael ist das neue Patendenkmal. |
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| Die Schüler referieren über ihre Projekte |
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